Die eigene Gesundheit adäquat abgesichert

Ob im Richteramt, als Rechtsanwalt oder in der Verwaltung – die juristische Arbeit ist anspruchsvoll. Körper und Geist unterliegen über die berufliche Laufbahn hinweg vielen Anforderungen, Krankheiten und Stress lassen sich nicht immer vermeiden. Umso wichtiger ist es, sich als verbeamteter Jurist auf eine starke Absicherung der eigenen Gesundheit verlassen zu können. Der Abschluss eines Volltarifs in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist der Standard, allerdings sind wesentliche Unterschiede in Tarifen, Klauseln & Co. zu finden.

Richtig von der Beihilferegelung profitieren

Durch die beruflich bedingte Beihilfeberechtigung ist allen Beamten eine anteilige Kostenübernahme anfallende Gesundheitskosten durch den Dienstherren zugesichert. Allerdings bleibt eine Differenz, die privat abzusichern ist. Fast ausnahmslos werden hierfür private Versicherungstarife ausgewählt. Theoretisch ist die Mitgliedschaft für Juristen als Beamte bei einer gesetzlichen Krankenkasse denkbar. In diesem Fall lässt sich jedoch nicht mehr von der Beihilferegelung profitieren, was in den Kosten deutlich ungünstiger ist.


Viele private Krankenversicherer vertrauen auf Spezialtarife für Beamte. Dies ist notwendig, da durch die Beihilfeberechtigung ein anderer Kostenaufwand vorliegt als bei anderen Mitgliedern der PKV. Bei der erstmaligen Beantragung oder einem Wechsel des PKV-Anbieters ist dieser Umstand unbedingt anzugeben. Der Wechsel zu einem neuen PKV-Anbieter ist durch die Mitnahme der Vorsorgeaufwendungen seit einigen Jahren übrigens nicht mehr mit einem bis dahin geltenden Nachteil des Systems verbunden.

Das eigene Schutzbedürfnis richtig einschätzen

Die Gestaltung von PKV-Tarifen macht den großen Reiz dieser Absicherung aus. Hierhin liegen gleichermaßen Chancen und Risiken, wenn der Tarifabschluss nicht intelligent erfolgt. So ist nicht nur von der aktuellen gesundheitlichen Situation auszugehen, um die richtige Krankenversicherung für Beamte zu finden.

Zusatzleistungen für viele gesundheitliche Risiken sollten bewusst eingeschlossen werden, selbst wenn aus heutiger Sicht ein geringer Bedarfsfall vorliegt. Juristische Berufe sind häufig mit Stress verbunden, Depressionen oder Burn-Out sind wie in anderen Branchen immer häufiger anzutreffen. Hier auf gute Leistungen der Krankenversicherung vertrauen zu können, liegt im Interesse jedes Beamten. Dies gilt im Extremfall auch für eine Dienstunfähigkeitsversicherung, deren Abschluss ebenfalls anzuraten ist.

Beim Vertragsabschluss auch auf Serviceleistungen achten

Wie Juristen durch Streitigkeiten aus dem Sozialrecht bestens kennen dürfen, ist die Anerkennung von Erkrankungen und eine direkte Leistungsgewähr nicht immer gegeben. Neben den reinen Konditionen der PKV-Tarife zeichnet sich eine gute Versicherung auch durch ihren freundlichen Kundenservice aus. Solche weiche Kriterien sollten ebenfalls einfließen, wenn sich Juristen und andere Beamte auf der Suche nach einem starken Versicherungsschutz befinden. Neben einer eigenen rechnerischen Recherche kann es helfen, auf die Unterstützung eines unabhängigen Maklers zu vertrauen.