„Stolperstein“ für jüdischen Rechtsanwalt Leo Lichtigfeld

In Erinnerung an den jüdischen Rechtsanwalt Dr. Leo Wolf Lichtigfeld wird morgen auf dem Fußweg vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf ein „Stolperstein“ verlegt werden.

Leo Lichtigfeld war am Amts- und Landgericht Düsseldorf zugelassener Rechtsanwalt und arbeitete mit seinem am Oberlandesgericht Düsseldorf zugelassenen Bruder Emil Lichtigfeld in einer Kanzlei. Nachdem der Bruder Emil Ende 1933 emigriert war, übernahm Leo Lichtigfeld auch die anwaltliche Vertretung vor dem Oberlandesgericht. Diese Doppelvertretung wurde von den Nationalsozialisten heftig kritisiert.

In der Pogromnacht 1938 wurden seine Wohnung und Kanzlei verwüstet und er verletzt.

Nachdem 1938 die jüdischen Rechtsanwälte aus der Anwaltschaft ausgeschlossen worden waren, durfte er als sogenannter „jüdischer Rechtskonsulent“ nur noch ausschließlich jüdische Mandanten vertreten.

1941 wurde Leo Lichtigfeld in das Ghetto Litzmannstadt/Lodz deportiert. Dort starb er.