Zigarettenschmuggel per Kleintransporter

Gut 400 Schachteln (8.200 Stück) unversteuerte Zigaretten versteckte ein 30-jähriger rumänischer Staatsangehöriger in einem Kleintransporter, mit dem er sowie sechs weitere Personen von Rumänien über Ungarn, Österreich und Deutschland nach Frankreich reisten. Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege Passau überprüften das Fahrzeug am 15. Juli 2014 gegen Mitternacht auf einem Autobahnparkplatz im Landkreis Passau.

Auf Befragen meldeten die sieben Fahrzeuginsassen insgesamt 600 Zigaretten an. Die erfahrenen Zollbeamten hingegen stießen bereits nach dem Entfernen einer blanken Schraube der Rückenlehnenabdeckung auf 3.000 Zigaretten in der hinteren Sitzbank. Eine Reihe davor, hinter der mittleren Rückenlehne, befanden sich weitere 3.200 Stück. Schließlich lagen noch 2.000 Zigaretten unter der Beifahrersitzbank. An allen Tabakwaren waren rumänische Steuerbanderolen angebracht.

Die Schmuggelware gehörte dem Zweitfahrer, der gestand, die Zigaretten in Rumänien gekauft zu haben. Die Zollbeamten leiteten ein Steuerstrafverfahren gegen den Mann ein. Eine entsprechende Sicherheitsleistung wurde erhoben und die Zigaretten sichergestellt.

Die angemeldeten 600 Zigaretten befanden sich in der Ablage über der Windschutzscheibe. Diese wurden den übrigen sechs Personen auch im Rahmen ihrer Reisefreimenge belassen.

Seit 1. Januar 2014 sind Zigaretten, die Privatpersonen in Bulgarien, Lettland, Litauen, Ungarn oder Rumänien für ihren Eigenbedarf erwerben und selbst in das deutsche Steuergebiet befördern, nur bis zu einer Menge von 300 Stück steuerfrei. Diese Regelung gilt vorbehaltlich des vorzeitigen Erreichens der von der EU festgelegten Mindeststeuer.

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