Was Sie über Abfindungen im Arbeitsrecht wissen sollten

Die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses ist ein neues Kapitel und kann unproblematisch erfolgen. Dennoch häufen sich die Fälle, in denen Betroffene vom Arbeitgeber eine Abfindung erwarten – notfalls auch gerichtlich. Da letzteres rechtliche Besonderheiten enthält, muss einiges beachtet werden.

Woran eine Abfindung geknüpft ist

Eine Abfindung kann nicht ohne weiteres pauschal bestimmt werden. Vielmehr bedarf es dabei einer umfassenden Gesamtwürdigung im jeweiligen Fall. Als Indikatoren kommen Aspekte hinzu, wie die Dauer des Anstellungsverhältnisses, das Einkommen und weitere Informationen. Diese werden einem Anwalt gegeben, der dann grob für den Mandanten eine Summe in Aussicht stellen kann, jedoch mit Abweichungen.

Die Abfindungszahlung fällt aufgrund der verschiedenen Einzelfälle unterschiedlich hoch aus. Eine durchschnittliche Abfindungshöhe ist dabei graphisch abrufbar. Es gibt jedoch auch Einzelfälle, in denen die Abfindung höher ausfallen kann. Das hängt wiederum von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel davon, ob eine Kündigung überhaupt wirksam ist. Durch die Bedeutung der Auslegung durch das Gericht ist es in diesem Zusammenhang sehr wichtig, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht zu haben, der in diesem Bereich Erfahrung hat und die nötigen Schritte unternehmen kann.

Was sollte man bei einer Kündigung tun?

Das Wichtigste ist zunächst, bei einer vermeintlich unberechtigten Kündigung einen Anwalt im Bereich Arbeitsrecht zu beauftragen. Dieser kennt die verschiedenen Formen der Kündigung. Dazu zählt die ordentliche, betriebsbedingte, verhaltensbedingte, personenbedingte und außerordentliche fristlose Kündigung. Qualifizierte Anwälte mit Erfahrung erkennt man am Fachanwaltstitel (Fachanwalt für Arbeitsrecht) und durch generelle Empfehlungen. Da im Einzelfall arbeitsrechtlich relevante Fakten meist nicht offen zu Tage liegen, muss der Anwalt zunächst den Fall rekonstruieren und alle wesentlichen Informationen einholen, bevor eine Entscheidung gefällt werden kann. Ob und wie rechtliche Schritte einzuleiten sind, kann der Anwalt an den Mandanten kommunizieren. Das frühe Einschalten eines Anwaltes ist deshalb meist sinnvoll, wie auch Klaus Jakob Schmid, Rechtsanwalt in Dachau, auf seiner Website erläutert.