Waffenschränke

Wer ist eigentlich dazu verpflichten einen Waffenschrank zu haben? Welche Eigenschaften muss der Schrank vorweise, damit er die rechtliche Bestimmungen erfüllt. All dies sind Fragen, die beantwortet werden müssen.

Die gesetzliche Grundlage für diese Belange stellt das Waffengesetz und die allgemeinen Waffengesetzverordnungen dar. Laut §36 des Waffengesetzes müssen Schusswaffen und die dazugehörige Munition getrennt voneinander in entsprechenden Sicherheitsschränken aufbewahrt werden. Sollte allerdings ein Waffenschrank Klasse 0 vorhanden sein, besteht die Möglichkeit die beiden Komponenten in einem einzigen Panzerschrank zu verwahren. Grundlage hierfür muss jedoch sein, dass dem Gesetzesgeber nachgewiesen werden kann, dass die entsprechenden Sicherheitsbestimmungen dieser Waffenschrankklasse erfüllt sind. Durch eine Prüfplakette, welche die Zertifizierung und EU- Konformität bestätigt, kann dieser Anspruch abgegolten werden. Zwar sind die Waffenschränke mit diesen Spezifikationen sind in der Anschaffung zwar kostenintensiver, bieten Sie im Gebrauch auch Vorteile. Zum einen muss kein zweiter Schrank angeschafft werden, was wiederrum bedeutet, dass nur ein Schlüssel bzw. ein Zugangscode benötigt wird. Außerdem sind solche Lösungen praktikabler als andere, da alles Utensilien an einem einzigen Ort befindlich sind. Dazu zählen nicht nur die Waffen und die Munition. Auch Reinigungs- und Pflegematerial sowie Jagdzubehör sind immer griffbereit, wenn sie benötigt werden. Ein letzer und der wohl wichtigste Punkt ist das gestiegene Sicherheitsniveau. Ohne den Zugangscode ist es fast unmöglich den Waffenschrank mit gewöhnlichen Werkzeugen zu öffnen, da der Korpus und die Tür dreiwandig konstruiert sind. Außerdem sind 3-seitige Bolzenverriegelungen in dem Türmechanismus verbaut, um die Tür als vermeidlich schwächste Stell zu verstärken. Nicht zu vergessen ist das entsprechend hohe Gewicht, das aus der Konstruktionsweise resultiert. Ohne maschinelle Hilfe in Form eines Krans lässt sich der Sicherheitsschrank in Gänze nicht entwenden.

Regelungen für nicht bewohnte Gebäude

In dem Waffengesetz gibt es eine besondere Regelung für nicht bewohnte Gebäude und Vereinsgebäude. Diese sind als solche definiert, dass die Nutzungsberechtigten nicht täglich und nur in unregelmäßigen Rhythmen die entsprechen Gebäude betreten und nutzen. Unter diesen Aspekt fallen Schützenhallen von Vereinen, Jagd- und Ferienhäuser. Grund für eine gesonderte Regelung ist der Umstand, dass die Waffen und Sportwaffen in diesen Baulichkeiten länger ohne Aufsicht der Besitzer sind und somit besonders in das Auge für nichtautorisierte Zugriffe fallen. Aus diesem Grund müssen die Waffenschränke sehr gut gesichert sein und ausnahmslos die Anforderungen des Gesetzesgebers erfüllen.

Gerade vor dem Hintergrund der terroristischen Anschläge der letzten Zeit, bei denen auch gestohlene Schusswaffen benutzt wurden und Leid über unschuldige Mitbürger brachten, werden alle Hebel auf EU-Ebene in Gang gesetzt um die Waffengesetze weiter zu verschärfen.

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