Verfahrenskostenhilfe für Scheidungskosten

Im Falle einer Scheidung kommt es zu einer hohen finanziellen Belastung für alle Beteiligten. Da die Scheidung neben dem eigentlichen Streitwert auch Rechtsanwaltskosten beinhaltet, kann schnell der Überblick über die Finanzen verloren gehen. Dabei gibt es jedoch Möglichkeiten, sich in einem Scheidungsverfahren mithilfe einer Verfahrenskostenhilfe zu entlasten und Scheidungskosten gering zu halten.

Wer kann Verfahrenskostenhilfe erhalten?

Eine Verfahrenskostenhilfe ist an mehrere Voraussetzungen gebunden und kann nur unter gewissen Umständen beantragt werden. Dazu zählt die Bedürftigkeit des Antragstellers. Die Führung eines Prozesses muss also für den Antragsteller belastend sein. Zu berücksichtigende Umstände sind etwa familiäre Lebensverhältnisse, Einkommen und Unterhaltsverpflichtungen. Eine Gewährung der Prozesskostenhilfe bei geringem Einkommen liegt zum Beispiel vor, wenn so viel Prozesskosten bezahlt werden müssen, dass mögliche Existenzbedrohungen eintreten. Eine weitere Voraussetzung zur Gewährung von Verfahrenskostenhilfe ist der Erfolg des Scheidungsverfahrens. Sollten verfahrensrechtlich komplexe Fragen bestehen, ist die Chance auf Verfahrenskostenhilfe geringer als in vergleichsweise einfachen Verfahren.

Wie wird ein Antrag gestellt?

Zunächst einmal sind etwaige Informationen und rechtliche Fragen von einem qualifizierten Fachanwalt für Familienrecht einzuholen. Dieser kann die rechtlichen Voraussetzungen vor dem Gericht geltend machen, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Bei dem zuständigen Gericht kann außerdem ein Onlineformular ausgefüllt werden. Die sicherste Methode besteht jedoch darin, dass alle Fragen vorher durch einen Anwalt beantwortet werden. So ist die Erfolgschance für die Gewährung am höchsten.