Pistole als Dachbodenfund im Amtsgericht
Einen ungewöhnlichen Fund hat man bei Aufräumarbeiten im Amtsgericht Salzwedel gemacht: Eine Pistole mit eingeschobenem Magazin ist auf dem Dachboden zwischen Dachsparren entdeckt worden.
Die Waffe fand man am 15. Juni 2012. Wie das Landgericht Stendal mitteilte, war sie so versteckt, dass sie auch bei den umfangreichen Dacharbeiten der frühen neunziger Jahre nicht entdeckt wurde. Zwischenzeitlich wurde die Pistole, die sich in einem Originalholster befand, vorläufig begutachtet worden. Wie sich herausstellte, handelt es sich um eine voll funktionsfähige und durchgeladene Dienstwaffe aus den Jahren 1913 oder 1914: Eine Selbstladepistole des Herstellers Sauer & Sohn, Suhl, Kaliber 7,65mm.
Nachdem die Waffe entsprechend den Regeln des Waffengesetzes beim Ordnungsamt des Altmarkkreises abgeliefert worden ist, haben dortige Recherchen ergeben, dass das Waffenmodell „1913“ hauptsächlich bei der Polizei (Offiziere) und bei Gerichten (Richter) eingeführt wurde.
Die Waffe wird als Dauerleihgabe des Amtsgerichts Salzwedel der kriminaltechnischen Sammlung des Landeskriminalamtes in Magdeburg überlassen.




