Sarrazin und die „taz“

Die Tageszeitung „taz“ darf bestimmte Äußerungen über Thilo Sarrazin nicht wiederholen. Das Landgericht Berlin verurteilte die taz auf die Klage von Thilo Sarrazin, Äußerungen aus einer Kolumne vom 6. November 2012 nicht zu verbreiten oder zu veröffentlichen.

Der Artikel des Journalisten Deniz Yücel enthielt die Formulierung „Buchautor Thilo S., den man, und das nur in Klammern, auch dann eine lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur nennen darf, wenn man weiß, dass dieser infolge eines Schlaganfalls derart verunstaltet wurde und dem man nur wünschen kann, der nächste Schlaganfall möge sein Werk gründlicher verrichten“.

Die hiergegen gerichtete Klage wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts war erfolgreich.

Ferner hat das Landgericht Berlin Sarrazin für diese journalistische Entgleisung eine Entschädigung in Höhe von 20.000,- EUR zugesprochen.

Landgericht Berlin, Urteil vom 15. August 2013 – 27 O 183/13