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Förmlichkeiten und die richtige Formulierung im Testament

Damit im Todesfall keine Streitigkeiten aufkommen, kann ein Testament das Erbe eindeutig zuweisen. Dieses Testament muss jedoch fehlerfrei und eindeutig verfasst sein um voll wirksam zu sein. Da das Erbrecht sehr komplex ist sollte auf eine rechtliche Beratung nicht verzichtet werden. Online können Sie Rechtsanwälte mit Beratung im Bereich Erbrecht finden.
In diesem Artikel werden einige beispielhafte Fälle genannt, in denen das Testament aufgrund einer falschen Formulierung keine Wirksamkeit erfährt.

Zunächst einmal ist klar zwischen Vermächtnis und Erbe zu unterscheiden. Denn ein Vermächtnisnehmer ist kein Gesamtrechtnachfolger und bekommt lediglich einen zugewiesenen Teil des Erbes. Eltern wollen jedoch in den meisten Fällen ihrem Kind das gesamte Erbe überlassen. Ist dies der Fall, muss eindeutig formuliert werden, dass der Sohn oder die Tochter als Erbe eingesetzt werden. Vergessen Sie dabei auch nicht den Namen des Erbens zu nennen.

Weitere Unklarheiten entstehen häufig bei den Begriffen des Vorerbens, Nacherbens, Schlusserben und Ersatzerben. Diese Begrifflichkeiten regeln, in welcher Reihenfolge geerbt wird. Soll beispielsweise zunächst das Erbe an den Ehepartner übergehen und erst in dessen Todesfall das Erbe an die Kinder gehen, so ist dies eindeutig mit den Begriffen „Alleinerbe“ und „Nacherbe“ zu trennen.

Außerdem ist zwischen Barvermögen und Kapitalvermögen zu unterscheiden. Was für Sie unter den Begriff „Barvermögen“ fällt, stimmt nicht unbedingt mit den Vorstellungen eines Anwalts überein. Denn Barvermögen beinhaltet nicht nur das Vermögen, welches auf einem Konto angelegt ist, sondern auch bei der Bank liegende Wertpapiere können inbegriffen sein. Um diese Unklarheiten zu vermeiden, sollte schriftlich festgehalten werden, welches Barvermögen Sie vererben wollen.

Ein letzter komplexer Punkt ist das Verteilungstestament. Sobald mehr als ein Erbe aufgeführt wird, muss selbstverständlich geklärt werden, welcher Erbe zu welchem Teil am Erbe beteiligt ist. Kinder sollen dabei häufig zu gleichen Teilen erben. Sie sollten dabei jedoch auf keinen Fall im Testament das Vermögen einfach aufteilen. Denn soll beispielsweise das Haus dem Mädchen vererbt werden und das restliche Vermögen dem Sohn, dann besteht die Gefahr, dass ein Kind leer ausgeht. Mit dieser Aufteilung wollen Eltern sicher gehen, dass die Kinder gleichberechtigt erben. Dies ist jedoch selten der Fall, denn Vermögen kann sich schnell ändern, beispielsweise wenn das Haus verkauft wird. Damit in einem solchen Fall nicht ein Kind ohne Erbe ausgeht, solle die Formulierung „Etwaige Wertunterschiede sind auszugleichen“ beigefügt werden. Sollte das Haus zum Todeszeitpunkt nicht mehr bestehen würden die Kinder dann trotzdem das restliche Erbe zu gleicher Maße erben.

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