Der Überfall aufs Pokerturnier

Erinnern Sie sich noch an den Überfall auf ein Pokerturnier im Berliner Hotel Grand Hyatt? Das Urteil gegen den Organisator des Überfalls ist nun rechtskräftig.

Aufgrund von Hinweisen eines Tippgebers organisierte der 31jährige Angeklagte einen Überfall auf ein im Hotel Grand Hyatt in Berlin stattfindendes Pokerturnier. Entsprechend seiner Planung stürmten vier junge Mittäter am Nachmittag des 6. März 2010 mit einer Schreckschusspistole und einer Machete bewaffnet den Spielsaal und erbeuteten trotz Gegenwehr der nicht bewaffneten Wachleute, die hierbei verletzt wurden, rund 241.000 €, wobei die Täter bei ihrer Flucht weitere 449.000 € verloren hatten. Sie wurden vom Angeklagten, der in seinem Pkw in der Nähe wartete, vom Tatort weggefahren. Von dem erbeuteten Geld haben die Täter nach ihrer Verhaftung 26.000 € zurückgegeben. Der Verbleib des restlichen Geldes konnte nicht geklärt werden.

Der Angeklagte wurde vom Landgericht Berlin nach fast 16 Monate andauernder Hauptverhandlung wegen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und vier Monaten verurteilt [1].

Der Bundesgerichtshof hat jetzt die Revision des Angeklagten gegen dieses Strafurteil des Landgerichts Berlin als unbegründet verworfen. Das Urteil ist damit rechtskräftig.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 5. Juni 2012 – 5 StR 235/12

  1. LG Berlin, Urteil vom 13.12.2011 – (510) 68 Js 89/10 KLs (19/10) []