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Mord in Oberursel

Das Landgericht Frankfurt am Main hat einen 57jährigen Angeklagten wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt1.

Nach den Feststellungen des Landgerichts entwickelte sich zwischen der Geschädigten, einer älteren Dame, und dem Angeklagten, der des Öfteren als Fliesenleger in deren Haus gearbeitet hatte, ein nahezu freundschaftliches Verhältnis. Während eines Treffens im Oktober 2013 erzählte die Geschädigte von einem Geldversteck, das sich im Esszimmer des Hauses befand. Der Angeklagte, der in der Folgezeit zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und deshalb Streit mit seiner Ehefrau hatte, begab sich am 30. Juli 2014 zur Geschädigten, um sie um Geld zu bitten. Als diese seine Bitte ablehnte, tötete er die Geschädigte mit einem Teppichmesser und entwendete anschließend mindestens 35.000 € aus dem Geldversteck.

Der Bundesgerichtshof hat nun die Revision des Angeklagten, der die Tatbegehung gestanden hatte, gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt a.M. als unbegründet verworfen.

Bundesgerichtshof, Beschluss vom 4. Februar 2016 – 2 StR 527/15

  1. LG Frankfurt am Main, Urteil vom 28.05.2015 – 5/21 Ks 3390 Js 231696/14 KAP (1/15)
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